08.07.2019

Schulungs-Truck der Berufsgenossenschaft zu Gast bei Gauselmann

Arbeitsschutz und Prävention fünf Tage lang Thema im Werk

„Safety first“ – „Sicherheit zuerst“ – nach diesem Prinzip wird seit jeher im Produktionswerk der Gauselmann Gruppe in Lübbecke gearbeitet. Ende Juni machte nun der Schulungs-Truck der Berufsgenossenschaft Energie, Textil, Elektro und Medienerzeugnisse – kurz: BG ETEM – am Werk in der Paul-Gauselmann-Straße halt, um rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für mehr Sicherheit am eigenen Arbeitsplatz zu sensibilisieren. In dem markanten Mobil erfuhren die Beschäftigten aus Produktion und Verwaltung – vom Auszubildenden bis zum Abteilungsleiter – wie und was sie zur Optimierung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Unternehmen beitragen können und sollten.

„Bereits vor der Einführung unseres ISO-zertifizierten Arbeitsschutz-Managementsystems in 2014 gehörte die regelmäßige Sicherheitsschulung unserer Beschäftigten für uns zum Selbstverständnisses als Arbeitgeber!“, so Hans Martin Grube, Geschäftsführer des Produktionswerkes der adp Gauselmann GmbH, der die Freistellung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die 60-90–minütigen Fachvorträge während des laufenden Betriebs ermöglichte. „Jeder Arbeitsunfall, jede arbeitsbedingte Erkrankung ist wie eine Betriebsstörung, die uns Zeit und Geld kostet. Investitionen in die Arbeitssicherheit, in Training und Schulung sind daher für alle ein Gewinn“, betont er.

Patrick Meier, Fachkraft für Arbeitssicherheit bei Gauselmann, erklärt zu der Aktion: “Technisch und organisatorisch wird bei uns viel für die Vermeidung von Arbeitsunfällen und Gesundheitsgefahren getan. Zu jedem Arbeitsplatz gibt es eine Gefährdungsbeurteilung und daraus abgeleitete Schutzmaßnahmen, die schon bei der Planung der Arbeitsabläufe berücksichtigt werden. Unser Fokus liegt daher auf der Prävention. Es gilt, das Sicherheitsbewusstsein aller Beschäftigten zu sensibilisieren.“

So diskutierten die Fachleute der Berufsgenossenschaft, Ralf Hünting und Eva Janick, mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern anhand von Praxis-Beispielen sowohl gefährliches als auch vorbildliches Verhalten beispielsweise im Umgang mit chemischen Hilfs- und Arbeitsstoffen wie Lösungsmitteln und Lacken. Sie informierten auch über die richtige Anwendung der jeweils notwendigen persönlichen Schutzausrüstung wie Schutzbrille oder Hand- und Hautschutz. „Vieles, was krank machen kann, tut nicht sofort weh”, so Ralf Hünting von der BG ETEM, „aber die Summe der kleinen Nachlässigkeiten kann dann schleichend zu ernsten Gesundheitsproblemen zum Beispiel zu irreparablen Hautschäden führen.“

Ernstzunehmenden Gesundheitsgefahren sind im Übrigen auch die Beschäftigten in Büros bei der Bildschirmarbeit ausgesetzt sein: „Augenbrennen, Kopf- und Nackenschmerzen oder Kribbeln in der Maus-Hand sind ernste Hinweise auf eine unergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes“, weiß Arbeitsschutzexperte Hünting und empfiehlt, die Position des Bildschirms und die eigene Sitzhaltung zu überprüfen und mit Unterstützung der betrieblichen Sicherheitsfachkraft zu optimieren.

Truck der Berufsgenossenschaft bei Gauselmann

v.l.n.r.: Patrick Meier (Sicherheitsfachkraft), Hans Martin Grube (Geschäftsführer),Larissa Schröder (Personal-Sachbearbeiterin), Jürgen Wesemann (Umwelt- und Arbeitsschutzmanage-mentbeauftragter), Eva Janick und Ralf Hünting (beide BG ETEM), Ilka-Diana Kaufmann (Personalleitung adp Werk)

Download (8,0 MB)