06.12.2018

Erster technischer Gauselmann-Azubi geht in Rente

Ulrich Knost Von der Lehre bis zur Rente ein Spielemacher

Vom Chef einst eingestellt und nach 47 Jahren persönlich verabschiedet

Am 1. August 1971 stellte Paul Gauselmann den damals 16-jährigen Ulrich Knost aus Frotheim als seinen ersten technischen Lehrling ein. Jetzt verabschiedete er seinen treuen Wegbegleiter in den Ruhestand. Zwischen beiden Ereignissen liegen 47 Jahre. Während dieser Zeit wurden mehrere Tausend junger Menschen in über 20 unterschiedlichen Berufen im Unternehmen ausgebildet.

Alles begann mit einer Stellenanzeige der noch recht jungen Firma Gauselmann, die einen ‚Elektromechaniker‘ suchte. Da Ulrich Knost bereits die Gewerbeschule besucht und somit auch Einblick in unterschiedliche Berufe erhalten hatte, wusste er sehr genau, dass er genau diesen Beruf erlernen wollte. Aber es gab damals nur zwei Unternehmen im Einzugsgebiet Lübbecke und Espelkamp, die die Ausbildung zum Elektromechaniker anboten. Eine davon hieß Gauselmann und genau hier fand er sein Glück.

Die 1957 nebenberuflich gegründete Firma Gauselmann bestand damals bereits aus rund 50 Mitarbeitern, die in drei Hallen in der heutigen Merkur-Allee in Espelkamp arbeiteten. Das Automatencenter (AC), aus dem später der Gauselmann Großhandel hervorging, der Bereich adp mit Entwicklung, später auch Produktion und Vertrieb und Gebrüder, die Urzelle der heutigen Gauselmann Gruppe, gegründet 1964. Jubilar Knost gehörte zum ersten technischen Ausbildungsjahrgang des Unternehmens, zuvor waren lediglich zwei kaufmännische Azubis eingestellt worden.

Nach dreieinhalb Jahren schloss Ulrich Knost seine Ausbildung erfolgreich ab, leistete dann zunächst seinen Wehrdienst ab und kehrte 1976 ins Unternehmen zurück. Als Mitarbeiter in der Entwicklungsabteilung erlebte er die letzten Vorbereitungen für die Markteinführung des legendären MERKUR B ‒ das erste selbstentwickelte Geldspielgerät der Gauselmann Gruppe ‒ hautnah mit. Schon bald darauf, im April 1977, wurde die gesamte Spielgeräte-Produktion nach Lübbecke verlegt. Nach einigen Jahren in der Entwicklungsabteilung schnupperte Ulrich Knost auch in andere Bereiche hinein, so zum Beispiel ins so genannte Prüffeld, in die Abteilung Vor- und Endprüfung und schließlich arbeitete er auch Mitte der 1980er Jahre kurzzeitig in der Technik-Abteilung des Tochterunternehmens Merkur Casino in Espelkamp. Anfang der 1990er Jahre verschlug es ihn dann aber zurück nach Lübbecke in den Bereich automatisches Testsystem, wo er bis zuletzt tätig war.

„Meine Arbeit hat mir immer sehr viel Spaß gemacht!“, betont Ulrich Knost. Die Unternehmensgruppe sei zwar riesig gewachsen und die Technik habe sich immens weiterentwickelt, aber eines habe sich nie verändert: die familiäre Atmosphäre im Unternehmen und die hohe Qualität der Produkte.

Künftig will Ulrich Knost ein bisschen mehr Zeit seinem Häuschen und dem Garten widmen, Touren mit dem Motorrad unternehmen und auch Mitglied im Merkur-Senioren-Club werden.

Vom Chef einst eingestellt und nach 47 Jahren persönlich verabschiedet

Von der Lehre bis zur Rente – Nach 47 Jahren verabschiedete Paul Gauselmann zusammen mit Hans Mar-tin Grube, Geschäftsführer des adp Produktionswerkes in Lübbecke, seinen ersten technischen Lehrling Ulrich Knost (mitte) in den Ruhestand.

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